Kampf- & Sprungrichterwesen

Dieter Lesser

Der WSV Brotterode e. V. hat insgesamt 60 ausgebildete Kampfrichter, 7 Sprungrichter, davon 4 FIS – Sprungrichter (Rüdiger Münch, Joachim Lesser, Antonio Möbius und Dietmar Aschenbach). Der erste Internationaler Kampfrichter war der Sportkamerad Adolf Münch, der bereits beim Länderspringen am 18. Januar 1931 die Lizenz als Internationaler Kampfrichter (spätere Bezeichnung FIS-Kampfrichter) erhielt. Ihm folgten 1957/58 der Sportkamerad Max Meyer und 1971/72 der Sportkamerad Werner Lesser II.

Die Gesamtleitung und Koordination des Kampfrichterstabes übernimmt immer ein ausgebildeter Kampfrichterobmann. In unserem Wintersportverein waren bereits die folgende Sportkameraden für das Kampfrichterwesen als Kampfrichterobmann verantwortlich: Max Meyer, Erich Storch, Dieter Lesser und Dieter Arnold. Zurzeit hat in unserem Wintersportverein unser Sportfreund Joachim Lesser das Amt des Kampf- und Sprungrichterobmann inne. Stellvertretender Kampfrichterobmann in unserm Verein ist unser Sportfreund Rüdiger Münch welcher zudem noch das Amt des Kampfrichterobmanns des Skibezirks Inselberg begleitet.

Kampf - & Sprungrichtereinsätze

Unsere Kampf- und Sprungrichter sichern jährlich bis zu 8 Kinder- und Jugendwettkämpfe in den Bereichen Skisprung, Nordische Kombination und Skilanglauf ab. Meist handelt es sich hierbei um Ranglistenwettkämpfe des Thüringer Skiverbandes. Das Teilnehmerfeld ist mit 90 Startern bei Skisprung und der Nordische Kombination und im Skilanglauf mit 250 Startern gut besetzt. Bei diesen Nachwuchsveranstaltungen werden pro Veranstaltung 20 Kampfrichter und 20 Ehrenamtliche Helfer benötigt, bei Skisprungveranstaltungen kommen zusätzlich noch 5 Sprungrichter hinzu. Neben den zahlreichen Kinder und Jugendwettkämpfen sichert unser Kampfrichterstab jährlich nachfolgende Großveranstaltungen ab:

FIS Continental Cup Brotterode

In Vorbereitung und Durchführung des „FIS Continetal Cup“ in Brotterode sind 80 ehrenamtliche Kampfrichter und über 50 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Der Einsatz beginnt mit der Kunstschneeproduktion über die Schanzenpräparation, das Trittkommando, die Tribünen- und Treppenräumung, die Zeltbewirtschaftung, die Verpflegung, die Kassierung, das Rechenbüro, die Weitenmessung, der Anlaufturm bis hin zum Shuttleservice. Für diesen Event bekommen wir von unseren befreundeten Vereinen WSC 07 Ruhla, Tabarzer SV, WSV Kleinschmalkalden, WSV Steinbach, FVI Brotterode tatkräftige Kampfrichter- und Helferunterstützung.

GutsMuths-Rennsteiglauf

Der „GutsMuths-Rennsteiglauf“ ist Europas größter Crosslauf mit rund 15.000 Teilnehmern. Der Wintersportverein mit 40 Kampfrichtern und weitere 20 Ehrenamtliche Helfer sichern die Supermarathonstrecke mit insgesamt 2 Verpflegungspunkten ab. Seit 1976 wird der Verpflegungspunkt Grenzwiese (Kleiner Inselberg) und seit 1994 Verpflegungspunkt Dreiherrenstein durch uns abgesichert. Der Supermarathon mit einer Streckenlänge von 72,7 km und einem Teilnehmerfeld von rund 1500 Athleten startet in Eisenach und endet in Schmiedefeld am Rennsteig.

Rennsteig-Staffellauf

Der „Rennsteig-Staffellauf“ führt überwiegend über den original Rennsteig. Die Gesamtlaufstrecke hat eine Länge von 171,3 km. Der Start ist in Blankenstein an der Selbitz-Brücke (Beginn Rennsteig) und das Ziel ist in Hörschel an der Werra (Ende Rennsteig). Über die gesamte Laufstrecke hinweg  gibt es 9 Wechselstellen: Blankenstein (Start) > Grumbach > Schildwiese > Neuhaus > Masserberg > Allzunah > Grenzadler > Nesselberg > Grenzwiese > Hohe Sonne > Hörschel (Ziel). An der Wechselstelle Grenzwiese (Kleiner Inselberg) ist der Wintersportverein Brotterode e. V. mit 12 Kampfrichtern vor Ort.

Thüringer Ultra

Der „Thüringen ULTRA“ ist ein 100 km Rundkurs mit 2150 Höhenmetern für Ultras und Staffelläufer. Start und Ziel ist in Fröttstädt. An diesem Lauf nehmen rund 360 Athleten teil. Der Thüringer Ultra ist in Ultra 100 km (Einzel), 2 x 50 km Staffel und 4 x 25 km Staffel aufgeteilt. Von insgesamt 16 Verpflegungspunkten übernimmt der Wintersportverein Brotterode e. V. mit 15 Kampfrichtern 2 Verpflegungspunkte. Diese befinden sich am Parkplatz „Axt“ in Brotterode und am Start und Zielhaus vor dem Roh in Brotterode.

Kampfrichter- & Helfersitzungen

In Vorbereitung auf alle Veranstaltungen und Wettkämpfe finden im Vorfeld regelmäßig Kampfrichter- & Helfersitzungen statt. Diese Sitzungen werden durch unseren Kampfrichterobmann Joachim Lesser geleitet. Die Einladungen mit den Terminen für diese Sitzungen werden jedem Kampfrichter schriftlich zugestellt. Zudem sind alle Sitzungstermine mit Uhrzeit und Treffpunkt in unserem Kalender zu finden. Es werden jährlich über 30 Kampfrichter- & Helfersitzungen durchgeführt. Zu diesen Sitzungen sind nicht nur Kampfrichter willkommen sondern auch alle diejenigen die uns gerne ehrenamtlich unterstützen möchten.

Kampf- & Sprungrichterausbildung

Der Wintersportverein Brotterode e. V. führt regelmäßig Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich DSV Kampfrichterschulung durch. Diese Aus- und Weiterbildungen werden durch unsere Kampfrichterreferenten Joachim Lesser und Rüdiger Münch organisiert und durchgeführt.

Wer Interesse an einer Kampfrichter Aus- oder Weiterbildung hat, kann jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen.

Der Kampfrichter

Als Kampfrichter werden alle unparteiischen Personen bezeichnet, die die Überwachung und Einhaltung der Regeln bei einer Sportveranstaltung sicherstellen. Um Kampfrichter zu werden, muss man in der Sportart, für die man als Kampfrichter tätig sein will, einen Lehrgang absolvieren. Es wird eine Kampfrichterausbildung durchlaufen und das Wissen anschließend in theoretischen und praktischen Prüfungen abgefragt. Danach erhält der Bewerber eine Kampfrichterlizenz für die niedersten Tätigkeiten in der jeweiligen Sportordnung. Diese Lizenz kann nach in den Sportordnungen der einzelnen Sportverbände festgelegten Fristen für höhere Kampfrichteraufgaben erweitert werden.

Damit die Durchführung aller Skiwettkämpfe im Bereich des Deutschen Skiverbandes DSV den Wettkampfregeln DWO/IWO entsprechend gewährleistet wird, werden Kampfrichter eingesetzt. Die Kampfrichter werden ausgebildet. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab.

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhält der Anwärter den Kampfrichter Paß und das Kampfrichterabzeichen ausgehändigt. Für die Ausbildung gelten die Ausbildungsrichtlinien für Kampfrichter. Alle Kampfrichter unterstehen dem Fachausschuß Kampfrichter im DSV. Jeder Kampfrichteranwärter und Kampfrichter muss Mitglied in einem Verein sein, der über einen Landesverband dem DSV angegliedert ist. Der nach erfolgreicher Prüfung ausgestellte Kampfrichterpaß gilt als Legitimation.

Die vom DSV oder seinen Gliederungen ausgebildeten Kampfrichter dürfen nur bei solchen Wettkämpfen tätig werden, die der Förderung und Verbreitung des Wintersports in all seinen Sparten dienen. Bei Veranstaltungen, die ausschließlich oder überwiegend kommerziellen Charakter tragen, dürfen Kampfrichter nur nach Genehmigung durch den Landesverbandsreferenten mitwirken. Jedes DSV-Mitglied, das sich für die Ausbildung zum Kampfrichter zur Verfügung stellt, ist durch seinen Verein zu melden. Die Zulassung zur Kampfrichterprüfung setzt voraus, dass der Anwärter das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Es gelten folgende Kampfrichter Stufen:

Kampfrichter-Anwärter, Gau-Kampfrichter, Bezirkskampfrichter, Landesverbands Kampfrichter, DSV-Kampfrichter, Internationaler Kampfrichter, FIS-Sprungrichter, Technischer Delegierter (TD).

Der Sprungrichter

Nach erfolgreich abgelegter DSV-Kampfrichter-Prüfung-Nordisch ist es möglich, sich als Sprungrichteranwärter zu bewerben. Die Ausbildung zum Sprungrichter dauert 1 Jahr. Ein Sprungrichter sollte das 21. Lebensjahr vollendet haben. Die theoretische Schulung findet in speziellen Ausbildungskursen für Sprungrichter statt. Als Grundlage für die theoretische Ausbildung dienen die Aus-, Fortbildungs- und Prüfungsrichtlinien des FIS-Subkomitees für Sprungrichter und TD sowie die IWO. Die praktische Ausbildung erfolgt durch Sprungrichterkurse, die in Verbindung mit einer Sprungveranstaltung abgehalten werden. Die Anwärter werten auf einem ihnen zugewiesenen Standplatz den Wettbewerb mit.

Für den Sprungrichter gilt als oberstes Gebot, sachkundig und objektiv zu werten. Mit der Ernennung zum Sprungrichter Wird in ihn das Vertrauen gesetzt, dass er dieses Gebot nach bestem Wissen und Gewissen befolgt, indem er sich

langfristig und gewissenhaft auf seine Wettkampfeinsätze vorbereitet und
ernsthaft bemüht, unvoreingenommen und objektiv zu werten.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss der Sprungrichter ständig in Übung bleiben und deshalb möglichst oft und an verschiedenen Sprungschanzen als Sprungrichter tätig sein sowie auch als Sprungrichter üben. Beim Wettkampfeinsatz muss er bereits während des Trainings in der Sprungrichterkabine anwesend sein, sich mit der gesamten Schanzenanlage und besonders mit seinem ihm zugewiesenen Platz einschließlich der technischen Einrichtungen für die Eingabe der Noten vertraut machen. Zum Wettkampf selbst muss er rechtzeitig vor Beginn des Probedurchgangs seinen Platz einnehmen.

Der Sprungrichter hat jeden einzelnen Sprung unabhängig von den anderen Sprungrichtern und anderen Personen nach den Bestimmun gen der DWO/IWO zu beurteilen. Er darf keine Kommunikationsmittel zu anderen Personen bei sich haben oder benutzen. Der Sprungrichter muss die Abzugspunkte persönlich und ohne Unterstütz ung in das Datensystem und/oder die schriftliche Unterlage eintragen.